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Film | »No Turning Back« von

No Turning Back

Film - No turning back

Ich liebe Filme wie »127 Hours« und »Captain Phillips« – Filme, die es schaffen den Zuschauer in eine Hochspannung zu versetzen, dass ihm keine andere Möglichkeit bleibt als pausenlos darüber nachzusinnen, was der Protagonist noch versuchen könnte, um sich möglichst glimpflich aus dieser scheinbar hoffnungslosen Situation herauszukatapultieren. So erging es mir auch bei »No Turning Back« oder »Locke« wie er im Original heißt.

Worum geht’s?

Es ist Nacht. Ivan Locke fährt Auto und telefoniert währenddessen. Er befindet sich in einer ausweglosen Situation. Umkehren ist keine Option. No Turning Back. Und damit wäre alles gesagt. Mehr sollte man vor Filmbeginn nicht wissen. Leider wird in den meisten Zusammenfassungen meiner Meinung nach schon zu viel verraten.

Rezension

Nur so viel: Aus einem dermaßen reduzierten Setting einen derartig hochspannenden Kinofilm zu Erschaffen, ist eine sehr beeindruckende, chirurgische Meisterleistung. Denn hier muss jedes noch so kleine Detail sitzen, damit diese riskante Operation funktioniert. Das ist dem Regisseur Steven Knight (»Kleine schmutzige Tricks«, »Tödliche Versprechen«) meisterhaft gelungen. Drehbuch, Dialoge, Kamera, Filmästhetik, Licht, Bewegung, Soundtrack und Regie harmonieren hervorragend miteinander und vor allem fehlerfrei. Mit Tom Hardy in der Hauptrolle hätte Knight kaum einen Besseren für diese One-Man-Show besetzen können. Oder wie so passend auf Filmstarts eingeleitet wird: „Es gibt Schauspieler, die würden selbst eine Verfilmung des New Yorker Telefonbuchs in ein fesselndes Leinwanderlebnis verwandeln.“ Jede noch so kleine Emotion spiegelt sich in seinem Gesicht wider und beweist, was für ein charismatischer Charakterdarsteller in ihm steckt.

Fazit

Ein über alle Maßen beeindruckendes Meisterwerk, das zeigt, dass Entscheidungen und das damit verbundene Handeln immer Konsequenzen nach sich ziehen. Ganz nebenbei liefert »No Turning Back« ein exzellentes Kontrastprogramm zu übertrieben Special Effect lästigen Filmen und ihren oft recht einfach gestrickten Geschichten. Dieser Film beweist einmal mehr wie essentiell wichtig eine gut durchdachte und fein ausarbeitete Story für einen Film ist. Wenngleich die Geschichte auf den ersten Blick recht einfach wirkt, kommen auf den zweiten Blick einige Facetten zum Vorschein. Denn hier geht es um Loyalität und Verantwortung, Vertrauen und menschlichem Versagen, Vater-Sohn-Konflikte und Eltern-Kind-Beziehungen, Vergangenheit und Gegenwart, Fehler und der Umgang mit ihnen.

Im Original mit Untertitel gesehen.

Von mir gibt's

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