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Ich lese gerade: Schändung von Jussi Adler-Olsen

Ichlesegerade_Jussi

Nachdem in der Diskussion auf Facebook und meinem anschließenden Blogbeitrag Posts mit dem Titel »Ich lese gerade…« durchaus akzeptiert sind, wenn sie einen Mehrwert bieten – einen Standpunkt, den ich im übrigen ebenfalls teile – kommt hiermit mein erster solcher Blogbeitrag. Ta Daa! Ta Daa!

Ich lese also gerade und das nun schon seit einigen Tagen »Schändung« von Jussi Adler-Olsen, das zweite Buch um den Chefermittler Carl Mørck des Sonderdezernat Q und seinen Assistenten Hafez el-Assad, denen in diesem Buch noch die zwangsversetzte Rose zur Seite steht. Den ersten Band »Erbarmen« habe ich vor einigen Monaten bereits verschlungen, da mich die lockere Schreibe des Autors sowie die Verknüpfung von Vergangenheit und Gegenwart irgendwie besonders reizt.

Schade, dass dieses Konzept in Fernsehserien etwas müde umgesetzt wird, so konnten Serien wie »Cold Case« oder »Forgotten« nicht oder nicht dauerhaft überzeugen.

Auch in »Schändung« geht es wieder um die Konsequenzen der eigenen Tat, um längst Vergangenes und das, was man gemeinhin als Zwischenmenschlichkeit bezeichnet. Sicher, der verkorkste Ermittler ist für sich genommen keine Innovation, aber dennoch bleibt es spannend. Es wird wenig Zeit auf Ermittlungsmethoden gelegt, sondern vielmehr die menschliche Neugier und Abgründe beleuchtet.

So, nun zum eingangs erwähnten Mehrwert

Für alle, die es noch nicht wussten, am 1. Juli erscheint der nächste Band »Erlösung« – im übrigen auch einer der Gründe, warum ich mir nun endlich »Schändung« zu Gemüte gezogen habe, einfach um vorbereitet zu sein für den nächsten Band.

Da ich mit »Erlösung« fast niemanden mehr hinter dem Ofen hervorlocken kann, gibt es noch eine Info: Am 1. Februar 2012 kommt voraussichtlich »Das Alphabethaus« heraus, das Debüt des Autors aus dem Jahr 1997, welches sich noch nicht um Carl Mørck und das Sonderdezernat Q dreht, sondern um Handlungen in Zeiten des Krieges und natürlich deren Konsequenzen im Heute. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie geht’s euch?

 

Kommentare

  1. ich liebe ja skandinavische literatur. nur bei seinen büchern habe ich die befürchtung, dass es sehr düster und brutal zugeht. ist das so?
    deshalb halte ich nämlich noch abstand.
    sag mal, wieviel sterne würdest du dem ersten band geben? ist der absolut empfehlenswert? dachte da an ein geburtstagsgeschenk für meinen helden…

    • Skandinavische Literatur (und im übrigen auch Filme) sind ebenso großartig und doch anders als die japanische – die ebenso zu meinen Favoriten zählt. Dem ersten Band würde ich wohl ebenso wie dem zweiten (ich habe ja mittlerweile die letzte Seite zugeschlagen) vier Sterne geben. Es ist unterhaltsam, wie ich finde spannend, sprachlich gut erzählt, witzig aber eben nicht wahnsinnig neu und innovativ (mit fünf Sternen bin ich glaub ich sehr, sehr sparsam 🙂

      Was das düstere angeht … schwer zu sagen, ich bin nun wirklich nicht so überempfindlich, das macht die Einschätzung für jemanden, der empfindlicher ist, natürlich schwer. Ich würde sagen was die Detailtreue (im Vergleich zu »Leichenblässe«) angeht, ist es absolut in Ordnung, aber es ist schon grausam was Menschen einander antun, aber ich würde nicht sagen das die Geschichte eben nur von der Grausamkeit lebt wie bspw. die Filmreihe »Saw« um das mal auf einer anderen Ebene zu vergleichen. Ich hoffe, ich konnte helfen 🙂

    • Håkan Nesser ist bei mir bisher noch auf dem SuB ohne das ich selbst bereits ein Buch gelesen hätte, von daher kann ich dir dazu nix sagen. Ich würde mich über einen Bericht freuen, welches Buch du genommen hast, wie es ankam und ob es empfehlenswert ist 🙂

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